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Weihnachtsgruesse

Autor: Mareike | Datum: 21 Dezember 2010, 15:11 | Kommentare deaktiviert

Ihr Lieben alle!

 Auf diese Weise sende ich Euch ganz liebe Weihnachtsgruesse aus Tansania und wuensche Euch ein gesegnetes Fest. Ich werde es in Morogoro bei einer tansanischen Freundin, die hier in Irente arbeitet, und ihrer Familie verbringen.

Seit Anfang Dezember ist die Rainbwow School nun geschlossen und ich vermisse die Kinderschar, die einen so lieb jeden Morgen begruessen, dass ich mich immer wieder wunder, wieviel Freude Kinder uebertragen koennen! Ich hab ziemlich viel nachzuholen, zu erzaehlen, hochzuladen... Ich hoffe, das folgt bald!

Vorerst aber gaaaanz liebe Gruesse von mir, die ich mich so gar nicht nach Weihnachten fuehle - ohne Kaelte, Schnee (ihr habt genug, ich hab schon gehoert...), Werbung, Weihnachtskekse, Deko, Musik... wieviel das Drumherum doch zu diesem Weihnachtsfeeling betraegt. ..Moege uns Jesu Freude ganz doll erfuellen!

Alles Liebe,

Eure Mareike

 

General Assambly Dar es Salaam

Autor: Mareike | Datum: 06 Oktober 2010, 20:10 | Kommentare deaktiviert

So, wie euch das neue Fotoalbum verraet... (hey, ja es gibt Fotos) bin ich gerade in Dar es Salaam.

 (weiter)

 

Ein kurzer Ueberblick ueber "mein" Irente ;-)

Autor: Mareike | Datum: 04 Oktober 2010, 16:12 | Kommentare deaktiviert

Nun wohne ich schon eine Zeit lang in Irente. Hier ein Auszug aus meinem Rundbrief, damit ihr endlich ein bisschen mehr erfahrt...

An der Rainbow School, die fuer ein Jahr mein Wohn- und Arbeitsplatz sein wird, wohnen noch zwei andere Lehrer der Schule, wobei der eine bald heiratet
und dann auszieht. Wenn die Schueler also um halb 3 nach Hause gegangen sind, dann hab ich
Schaukeln, Wippe, Klettergeruest, Toiletten und einen schoen gepflegten Garten fast nur fuer mich.
Nicht zu vergessen sind auch die zwei Schafe und zwei Ziegen, die schon immer nach unseren
Kuechenresten bloeken und die Huehner samt Hahn, der aber nicht sehr aktiv ist. Die Kueche befindet
sich etwas ausserhalb des eigentlichen Gebaeudes mit Ausblick auf Bananenstauden, Avocadobaum
und ganz viel Schilf, da es hier etwas sumpfig ist. Wir kochen mit einem Kerosinkoecher und
mittlerweile kann ich schon ganz gut Ugali (Konsistenz wie fester Griesbrei, aber aus Maismehl) selber
kochen und manch andere Gerichte, die mir James, einer der zwei Lehrer, in den ersten Tagen
beigebracht hat. Nach einer Eingewoehnungsphase fang ich auch an, das tansanische Essen immer
mehr zu moegen. Mit den grossen Portionen und auch mit Essen zu spaeter Uhrzeit hatte ich ja zum
Glueck noch nie ein Problem ;-).
Nach wenigen Tagen in Irente konnte ich dann auch schon meinen ersten Gast in meinem Zimmer
beherbergen. Anne hat naemlich zwischenzeitlich fuer drei Wochen an der Blindenschule in Irente
gearbeitet und bis jetzt bei mir gewohnt. In Irente befindet sich dann noch eine dritte Institution,
naemlich ein Waisenheim fuer Kinder bis zwei Jahre. Dort habe ich bereits schon etwas mitgeholfen,
als die Rainbow School fuer eine Woche Ferien geschlossen war.
Ganz in der Naehe der Blindenschule gibt es die Irente Farm, wo man Joghurt, Kaese, Vollkornbrot
und noch vieles mehr kaufen kann, was das deutsche Herz erfreut. Bis jetzt hab ich aber noch nicht viel
vom Angebot gekostet. Wenn man von dort aus noch ein bisschen weiterwandert, kommt man an den
Irente View Point, ein Aussichtspunkt, der doch den ein oder anderen Tourist hier anzieht. Das kann
ich aber auch verstehen, denn es ist wirklich gigantisch, wie man vom Berg aus einen mindestens 180-
Grad- Ausblick in die Massaisteppe hat. Neben dem beruehmten Aussichtspunkt, der Teil eines
schicken Hotels ist, gibt es noch einige andere, abgelegenere Orte mit gutem Ausblick, wovon ich
bereits einen kennengelernt hab. Leider bleibt man nie unentdeckt und so wird man auf dem Weg meist
von vielen Kindern begleitet, die “Mzungu” (Weisser) rufen und sehr geduldig warten, bis man zu
Ende “geguckt” hat...
Nun will ich versuchen, euch noch einen Einblick in meinen Alltag hier zu geben: Jeden Morgen stehe
ich etwa so gegen halb 7 auf, laufe durch den Aussengang, der mich immer ein bisschen an diese
antiken Atriengaenge mit den Saeulen erinnert, zum Waschraum. Das Haare Waschen mit eiskaltem
Wasser kostet mich immer noch sehr viel Ueberwindung, aber man gewoehnt sich doch erstaunlich
schnell an viele Sachen. Danach fruehstuecke ich irgendwo draussen an einem schoenen Plaetzchen.
Ich muss gestehen, dass ich in der Hinsicht meine deutschen Essgewohnheiten noch nicht abgelegt
habe und ohne meine Marmeladenbrote am Morgen bei mir nichts geht. ;-)
Um 8 Uhr faengt die Schule an. Hier bekommen auch Schueler und Lehrer Mittagessen und um 14:30
Uhr ist Schulschluss. Momentan laufe ich erstmal noch ganz viel mit und versuche weiter mehr
Kiswahili zu lernen, helfe hier und dort im Unterricht und Schulalltag, aber ich werde noch ein
bisschen ausfuehrlicher ueber die Schule berichten, wenn ich ein wenig laenger hier gearbeitet habe.
Nachmittags laufe ich vielleicht nach Lushoto, dafuer braucht man ungefaehr eine dreiviertel Stunde.
Dort kann ich einkaufen, ins Internetcafe (das Internet ist aber leider sehr langsam...) oder zur Post
gehen... An die andere Art des “Shopping” musste ich mich erstmal gewoehnen, denn es gibt zwar sehr
viele Geschaefte, die muss man sich aber sehr klein vorstellen. Der durchschnittliche Laden ist nicht
groesser als 6 Quadratmeter. So steht man am Eingang und muss vorher wissen, was man kaufen will,
dann sucht der Ladenbesitzer das in seinen Regalen, die wegen Platzmangels manchmal heillos
ueberfuellt sind. Einfach nur mal herumschlendern und gucken, geht also nur bedingt. Als ich zu
Anfang Topf, Loeffel, Lappen etc. brauchte, haette ich ohne Hilfe niemals den richtigen Laden
gefunden. Es gibt in vielen Laeden die gleichen Sachen oder manchmal Kleidung, Lebensmittel und
sonstiges gemischt. Das ist auch der Grund, warum ich noch gar keinen Ueberblick habe, was man nun
wirklich alles in Lushoto kaufen kann und was nicht. Doch das werde ich noch immer mehr
herausfinden...

 

Habari za Anne na Mareike

Autor: Mareike | Datum: 27 August 2010, 15:23 | Kommentare deaktiviert

Vielleicht nutze ich die Chance des schnellen Internets hier an der Uni nochmal, um euch ein bisschen mehr zu erzaehlen, bevor ich in Irente wohne und noch nicht so sicher bin, wie oft ich ins Internetcafe komme.

Also, wir wohnen noch bis einschliesslich Sonntag hier auf dem Unigelaende in Magamba, nahe Lushoto. Das Gelaende ist in zwei Campusteile aufgeteilt, damit die Studenten ein bisschen Sport betreiben beim hin und her Laufen zwischen den Gebaeuden? :-) Aber es sieht alles echt richtig schoen aus, aber noch ein bisschen zu leer fuer eine Universitaet, weil die Studenten erst im November kommen. Man hat hier auch an jeder Ecke einen anderen Ausblick oder Aufblick in die Usambaraberge, die im Gegensatz zu den Bergen im Sauerland echt wunderschoen und majestaetisch aussehen mit kleine Siedlungen, roten Strassen, die sich hinaufschlaengeln und tropischen Bergwald (so wuerde ich das nach meinen Erdkundekenntnissen definieren...). Leider klappt das Fotos hochladen noch nicht, aber dann koenntet ihr euch selber ueberzeugen. Einen grossen Nachteil haben die schoenen Berge allerdings, denn hier ist es so viel kaelter und auch am Tag nicht unbedingt viel waermer, dass viel Haeuser hier sogar einen Kamin haben. Zusaetzlich ist es eigentlich auch nur bewoelkt und Anne und ich freuen uns darauf, wenn es in den naechsten Monaten wieder waermer wird.

Nachdem wir am Montag die Rainbow School besucht haben, am Dienstag einen tollen und super interessanten Tag im Outreach Programm in einem Dorf namens Malibwi verbracht haben (beim Outreach Programm werden Kinder mit Behinderung in abgelegeneren Gebieten besucht und betreut und die Eltern beraten und aufgeklaert) und schliesslich am Mittwoch eine Fuehrung durch die Universitaet Sekuco, wo wir ja auch wohnen, bekommen haben, warten Anne und ich nun darauf Montag in unseren Bestimmungsorten und -einsatzfeldern anzufangen.

Unsere Vorstellung auf Kiswahili in der Kirche in Lushoto hat auch gut geklappt und die Leute haben sich sehr darueber gefreut. Darauf wurden wir ja auch gut vorbereitet auf dem Sprachkurs. Leider ist es so schade, wenn man danach bei einem Gespraech dann fast gar nichts versteht, weil die Leute meinen, man koennte ja so gut Kiswahili (trotz unseres Routinesatzes: Tunaweza kusema Kiswahili kidogo tu - wir koennen nur ein bisschen Kiswahili sprechen) :-) Das Sprechen klappt schon ganz gut und ich hoffe, dass das mit dem Verstehen auch bald immer mehr kommt. Gestern Abend war ich aber ganz stolz, dass ich unserem kleinen, suessen Nachbarsjungen, mit dem ich ein bisschen Fussball gespielt hab, auf Kiswahili davon ueberzeugen konnte, dass er nun nach Hause gehen muesse und wir morgen weiterspielen und er das nach einer kleinen Diskussion auch getan hat... :-)

Ja, so sieht es momentan aus... weitere Berichte aus Irente folgen hoffentlich ganz bald...fuehlt euch ganz herzlich gegruesst von mir,

Mareike

 

erste Meldung

Autor: Mareike | Datum: 25 August 2010, 14:02 | Kommentare deaktiviert

Hallo!

So, ich bin angekommen, noch nicht ganz im Dorf Irente, aber das kommt auch demnaechst...

Wir hatten zwei tolle Tage in Daressalaam, wo wir vieles gezeigt bekommen haben und eingefuehrt wurden in die tansanische Kultur.

Und wir sind im wunderschoenen, warmen Indischen Ozean geschwommen.

Dann ging es mit dem Bus weiter in die Usambara Berge. Anne und ich wohnen momentan noch zusammen auf dem Unigelaende, wo Anne dann auch bleiben wird. ICh ziehe dann weiter nach Irente. Aber momentan bekommen wir noch vieles gezeigt, was fuer Projekte die Diozese hier betreibt. Entschuldigt fuer mein schlechtes Deutsch. Das macht das staendige hin und her switchen zwischen Deutsch, Englisch und Kiswahili.

Hier gibt es noch viel zu ordnen und zu lernen, bis wir uns hier richtig eingelebt haben...

Ich hoffe, die Fotos folgen bald.

Fuehlt euch ganz hezlich gegruesst von mir!